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Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Gefühlsregung-Anteilnahme tut weh

Anteilnahme tut weh: Untersuchungen zeigen, dass hierbei das Schmerzgebiet eines Menschen erregt wird, speziell fallser Nahestehende kranken sieht - ein unaufgeforderter Verlauf, scheinbar keineswegs zu steuern. Die meist "menschengerechte" Gefühlsregung kommt nebenbei bemerkt sicher nicht einzig beim Menschen vor.

Eine kanadische Wissenschaftlergruppe hat zeigen, dass sogar Mäuse unmittelbare Formen von Mitgefühl empfinden. Die Forscher spritzten einigen Tieren gestreckte Ethansäure in den Magen. Die Untersuchungstiere krümmten sich umso mehr vor Schmerzen, wenn ebenfalls ihre Käfiggenossen überprüfbar litten. Das Reaktionsresultat war dagegen nur bei Tieren zu beobachten, die bereits eine Dauer im Käfig miteinander gelebt hatten. Erkrankung fremder Artgenossen generierte im Gegensatz dazu keine Erwiderungen.

Ob sich Bedauern deaktivieren lässt?

Außerdem zwischen fremden Menschen ist Bedauern beileibe nicht selbstverständlich, statt dessen bleibt meistens Angegliederten der eigenen Gruppe vorbehalten. Die Historie liefert eine Menge Beispiele, darunter die Sklavenhaltung damaliger Zeiten und die empfindungslose Ermordung der Indios durch die spanischen Soldaten nach der Entdeckung Amerikas:

Die Ortsansässigen wurden einfach keineswegs als äquivalente Menschen angesehen. Wenn der Andere als zweitklassig oder gar als Widersacher tituliert wird, versiegt Sympathie scheinbar – das beweist nicht letztendlich die jüngere Historie Deutschlands auf kaltherzige Fasson.

Ohne Verständnis kein Gemeinsames

Eine mitleidlose Gesellschaftsstruktur ist auf lange Sicht keinesfalls überlebensfähig. Die Bereitschaft, Vergegenwärtigung für andere zu haben, persönliche Verknüpfungen zu knüpfen und Notlagen zu vermeiden, ist weiterhin die Ausgangsebene für ein funktionierendes Zusammenleben.

Wer die Gefühlsbewegungen der anderen nicht verspürt und deren Interessen pausenlos übergeht, hat kurzfristig viele Feinde und ist desolat. Doch falls die Tauglichkeit zu Anteilnahme und Empathie unverzichtbare Elemente des menschenwürdigen Zusammenlebens sind und eine Einstellung darstellen, warum finden wir es dann so widerlich, selbst Mitleid zu verursachen?

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