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Last updateWed, 14 May 2014 12pm

Gedächtnis - der multipele Speicher

Gedächtnis - der multipele Speicher

Lehrgang Überblick Lerntechniken

In jedwede Zeitraum nimmt der Erdenbürger über seine Sinnesorgane (Augen, Ohren etc.) eine Unmenge von Sinneseindrücken aus einer unermeßlichen Flut äußerer Anregungen auf. Seine Rezeptionskanäle würden mit diesen Sinneseindrücken überbelastet, seine Aufnahmefähigkeit aussichtslos überfordert, gäbe es nicht die praktische Ausfilterung solcherlei Wahrnehmungen. Deswegen wird der größte Teil dieser Rezeptionen binnen kürzester Zeit gestrichen und vermachen dabei keine Spuren. Nur einige gelangen über einen längeren Zeitabstand in ins Gedächtnis.

Ultrakurzzeitgedächtnis

Erst einmal gelangen Wahrnehmungen in das Ultrakurzzeitgedächtnis. Hier verbleiben Sie für ca. zwei bis höchstens 20 Sekunden. Wenn sie nicht an das Kurzzeiterinnerung transferier werden, gehen sie unrettbar verloren.

Ein Paradebeispiel: Die Unheilspsychologie lehrt uns, dass ein eintretender Schock (als Schutzmechanismus der Psyche) zur Entfernung von Unfallereignissen führt. Solcherlei verlorene Rezeptionen lassen sich weder mithilfe hypnotischer Maßnahmen noch vermöge intensives Nachdenken nachvollziehen.

Ultrakurzzeitgedächtnis leistet den fördernden Dienst, einmal angefangene Abläufe fortzuführen, bspw. eine Treppe zu besteigen oder den Bücherregal zu säubern. Ultrakurzzeiterinnerung arbeitet auf der Stufe der Sinnesrezeptionen (-organe), ohne dass wir dessen bewusst werden. Die über die Sinnesorgane eintreffenden Eindrücke schwirren als elektrische Schwachströme bzw. als Schwingungen im Nervensystem.

Kurzzeitgedächtnis

Diverse Eindrücke rufen chemische Änderungen im Denkorgan hervor. Dies passiert bei Erfahrungen die sehr intensiv sind oder bei solchen, die mit starken Gefühlen verbunden sind. Ebenso solche, die unsere starke Teilnahme induzieren oder besonders lange dauern und wiederholt werden, fabrizieren chemische Veränderungen. Sowie Sie vor einem Vorfall etwas Besonderes gegessen haben oder regelmäßig an einem Wochentag das Gleiche dinieren, werden Sie eswiederkennen können. Kurzzeiterinnerung reicht dabei für einige Minuten, bis Stunden und selbst Tage. Damit diese Daten in das Langzeitgedächtnis übernommen werden, müssen sie zugegen gehalten werden, bspw. durch Auffrischung/Wiederholung.

Langzeitgedächtnis

Zumeist betrachten wir das, was wir aus Langzeiterinnerung wiederkehrend erzeugen können, als Erinnerung. Unsere Merkfähigkeit scheint weitgehend grenzenlos zu sein. Wir vermögen, ein ein Leben lang (Neues) lernen, und wir sind in der Lage das Erlernte zu behalten. Die Bindung von Kognitionen und Informationen im Langzeiterinnerung erfordert mehr als Iteration (Wiederholung). Zwar vollenden wir die Weiterleitung der Information an  Kurzzeiterinnerung mit Wiederholung, aber Langzeitgedächtnis benötigt betont die Verarbeitung dessen. Zur Verarbeitung gehören: die Strukturierung (Einordnung) und ein geordnetes Gestalten von Sinn- und Deutungszusammenhängen. Ein Medium zu diesem Zweck ist die sog. 'progressive Abstraktion'. Mit ihr beschreibt man Informationsbestandteile und verbindet sie über Relevanz- oder Kausalzusammenhänge miteinander. Wir bekommen dabei eine Gedankenanordnung, wie bspw. eine Pyramide, in der die individuellen Abstraktionsschichten abgebildet sind.

GedächtnistechnikI

Task

Notieren Sie für jeden Gedächtnisbereich wenigstens zwei Exempel für das, was Sie darin jeweils behalten.

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